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Fantasy allgemein Was fasziniert euch an Fantasy? Wann begann eurer Interesse dafür? Was sind eure Lieblingskreaturen? Über Fragen wie diese wollen wir hier diskutieren.

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Alt 14.05.2008, 20:19   #1
Verräter
behind you
 
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Beiträge: 688
Magier oder Krieger?

Ihr gehört einem beliebigen Volk in einer beliebigen Fantasy-Welt an und steht vor der Wahl, die euer weiteres Leben immens beeinflussen wird. Ihr müsst eure Ausbildung wählen und könnt euch dabei Frei in allen Sorten der Magie sowie jeder Art der Kampfkunst entscheiden.

Was würdet ihr wählen?

Oder andere Einleitung:
Der ewige Kampf geht weiter!
Die hochnäsigen Magier, die ständig danach bestrebt sind sich völlig Grundlos als etwas besseres zu fühlen, endlose Reden schwingen die sie selbst nicht Verstehen und in einem ordentlichen Zweikampf allerdings völlig wehrlos sind, da jeder Anfänger sie tötet bevor sie sich auch nur halbwegs an ihre Zauberformeln erinnern können gegen die dummen Krieger, die kaum in der Lage sind zu Lesen oder gar zu Schreiben, in der Schlacht ihre Energie damit verschwenden wie wild, aber völlig Orientierungslos, um sich zu schlagen und in einem ordentlichen Zweikampf noch eher über ihre eigenen Füße stolpern als eine Gefahr zu sein.

Auf welche Seite würdet ihr euch stellen?

(P.S.: Bitte eure Meinungen auch Begründen. Letztendlich interessiert es mich nicht welche Seite ihr wählt, sondern warum ihreuch so und nicht anders entscheidet :-) Danke)

Der Verräter
__________________
Ein Dolch in der Nacht ist wertvoller als Hundert Schwerter am Morgen.

~Dieser Post spiegelt meine persönliche Meinung zum angegebenen Thema, oder voran gegangenen Posts wider. Du besitzt das Recht meine Äußerungen für völligen Quatsch zu halten.~
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Alt 14.05.2008, 20:34   #2
Sithoras
Miskatonic-Student
 
Registriert seit: 11.05.2008
Ort: Nähe Lübeck
Beiträge: 46
AW: Magier oder Krieger?

Ich würde ohne zögern, den Weg eines Magie-Schülers einschlagen. Man könnte sich alles möglicher herzaubern. Man könnte Dinge verändern und erschaffen. Kein Feind könte sich mir in den Weg stellen, ob nun mit Kampfkust oder nich. Dann noch eine schwarze Robe mit Kapuze, für den Style.
Also ich finde Die Magie bietet viel mehr Möglichkeiten als die Kampfkunst.
mfg
__________________
Wir sind ultra-agressiv,
sind das vernunft-begabte Tier,
doch es läuft sicher etwas schief,
wenn statt Vernunft die Gier regiert!
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Alt 14.05.2008, 22:12   #3
Quajee
Die Bücherente
 
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Beiträge: 185
AW: Magier oder Krieger?

auch ich würde definitiv die magie wählen. da ist man auch mit 40 noch fit, außerdem steht bei magie oftmals die kopfarbeit im vordergrund, was ich persönlich sehr ansprechend finde. und ein gut ausgebildeter magier wird sicherlich stets gegen einen krieger gewinnen - er muss nur ein schild hochziehen können...
__________________
Mögen die kommenden Jahre für euch alle von Nutzen sein.
aus: Trudi Canavan, "Die Gilde der schwarzen Magier, Bd. 1"
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Alt 14.05.2008, 23:04   #4
Tazzel
Neues Mitglied
 
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Beiträge: 13
AW: Magier oder Krieger?

Sehr schön dargestellt Verräter ... da fühlt man sich doch vor lauter Verlangen gleich hin und her gerissen .

Nunja, ich entscheide mich letztenendes für den Krieger. Wie so oft lockt mich das schnelle Geld, der Ruhm und der bessere Körperbau. Da kann ich dann getrost auf ein paar psychische Defizite verkraften. Des weiteren bin ich auch eher für "einschlagende" Argumente, als für zu viel Geschwafel, Geschwafel,Geschwafel,Geschwafel.
Des weiteren bin ich nicht der Lerntyp ... und warum sollte ich 65 Jahre studieren um dann letztendlich vollendet ans Licht zu treten, wo mir dann gewahr wird, dass meine Männlichkeit gegensätzlich zu meinem langen, weißen, buschigen Bart entwickelt hat.
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Alt 14.05.2008, 23:21   #5
nyx
Intelligenzbestie
 
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Beiträge: 655
AW: Magier oder Krieger?

Ich stell mich auf die Seite der Magieschüler. Schon wenn ich ein Fantasybuch lese, finde ich Magier spannender und interessanter als Krieger, vermutlich weil ich die subtilere Art der Magier ansprechender finde. Denn als Krieger mag ich zwar in der Lage sein, mein Leib und Leben und manchmal auch meine Meinung mit Waffengewalt und Finesse zu verteidigen. Vielleicht kenn ich auch die in oder andere geniale Kampftaktik, wirklich denken trainiere ich aber nicht. Es steht halt mehr das Muskeltrainig im Vordergrund, ebenso wie die Gewalt. Und da ich ein recht pazifistisch veranlagter Mensch bin, ziehe ich gewaltfreie Lösungen bei weitem vor. Und ich muss schon sagen, dass sie Magie da sicherlich eine weitere Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten bietet, als ein Schwert oder ein Knüppel. Außerdem sind Magier i.d.R. gebildeter, da sie für ihre Studien zumindest schonmal lesen können sollten.
__________________

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Alt 15.05.2008, 00:32   #6
Nejira
immer dieselben Deppen
 
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AW: Magier oder Krieger?

Ich würde ebenfalls die Magie wählen.
Einerseits, weil ich wahrscheinlich eher mich mit dem Schwert erstechen würde, als meinen Gegner. (Wobei, ich hatte mal eine Stunde Schwertkampf und hab mich gar nicht mal schlecht geschlagen...)
Zweitens faszinieren mich die unzähligen Facetten der Magie, mit denen man nicht nur seinen Gegner um die Ecke bringen könnte (mein Gedächtnis ist gut genug um Sprüche zu behalten), sondern auch seine Verbündeten heilen kann.
Außerdem habe ich durchaus Spaß daran, neues zu lernen und zu entdecken. Und wenn mich der Inhalt interessiert, kann ich auch stundenlang über Büchern brüten.

Aber so wie du, Verräter, die Zauberer beschrieben hast, würde ich warscheinlich irgendwann die Schnauze voll haben und meine Mitschüler zu einer Rebellion aufrufen.
__________________
Seid nett zu mir, ich werde eure Kinder unterrichten.
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Alt 15.05.2008, 01:10   #7
Razor
Nazgûl
 
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Beiträge: 595
AW: Magier oder Krieger?

Noch eine Entweder-Oder-Frage?
Aber die find ich ganz gut, da ja hier die Archetypen der Fantasy angesprochen werden und ehrlich gesagt ist diese Frage nicht leicht zu beantworten. Mal sehen, was am Ende dieses Beitrags rauskommt - ich bin selbst gespannt

Hmmm also Fakt ist, dass ich bei diversen (PC)-Rollenspielen zu allererst und ohne groß nachzudenken den nichtmagischen Typus wähle. Sei es der edle Krieger, der naive Knappe oder der wilde Barbar - hauptsache Haudrauf! Der Gedanke an ein Schwert in der Hand und eine Rüstung, die dich schützt sind beruhigend.
Meist mit einem Krieger verbunden sind ja auch körperliche Talente: eine lange Ausdauer, starke Muskeln, Körperbeherrschung und Geschicklichkeit. Bei einem Magier denke ich immer daran, dass dir das "Mana" (ich will es mal so vereinfacht ausdrücken) schneller ausgehen kann, als du gucken kannst und von daher sehr effektiv, aber nicht gerade lange von Dauer ist.
Dennoch - wie gerade geschrieben - können erfahrene Magier sehr mächtige Zauber wirken, die einen Krieger wirklich alt aussehen lassen können. Allein ein einziger Zauber (je nachdem natürlich was für ein Zauber es ist) und PAFF! - Der Krieger mit gezücktem Schwert und einem Kriegsschrei auf den Lippen zerfällt zu Staub, erstarrt zur Frostsäule oder wird in eine Kröte verwandelt (seien wir mal altmodisch ) Das zum Thema Duell: Krieger vs. Zauberer. Selbstverständlich muss man da auf's System achten, zum Glück haben wir ja hier passende Threads dafür. Der eine Magier bedient sich der Natur, der andere nutzt Geisterwesen, andere widerum benötigen Schriftrollen oder einen Zauberstab.

Meine persönliche Wahl würde, glaube ich, letzendlich auf den Magier fallen. Nicht, weil ich denke, dass er mächtiger sein kann. Sondern weil ich damit das Mystische in Verbindung bringe. Das Geheimnisvolle, die verbotenen Künste, Pforten, die dich in ungeahnte Welten führen - ehrlich gesagt hört sich das sehr spannend an.
Aber der Gedanke an verstaubten Büchern, die man Tag für Tag als junger Adept lesen muss, die dann auch noch eventuell langweilig sein können (erinnert mich irgendwie an Schule) ist mir ein Gräuel. Aber zum Glück gehört das nicht in mein Verständnis von Zauberei.
Aus diesem Grund finde ich auch den Einleitungssatz von Verräter gut:
Zitat:
Ihr gehört einem beliebigen Volk in einer beliebigen Fantasy-Welt an
. Denn Magier ist ja nicht immer Magier, will heißen: Jedes (Magie-)System ist anders und das ist auch gut so

Nichtsdesdotrotz... ich denke bei den oben erwähnten Spielsystemen würde meine Wahl dennoch als aller erstes auf den Krieger fallen Nach dem ersten Antasten würde ich mich dann aber liebend gern auf den Pfad der Magie konzentrieren, nicht zuletzt, weil ich auch denke, dass Letzteres komplizierter und schwerer zu spielen ist.

Ich weiß, dass nicht die Frage lautete: Welche Klasse würdet in einem Spiel wählen? Aber diese Frage im Hinterkopf hat mir dennoch geholfen und ich kann sie auch so in das Gedankenexperiment, wenn man es so nennen kann, übernehmen.

Fazit: Ich mag beide gern irgendwie
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Alt 15.05.2008, 08:45   #8
ExLibris
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AW: Magier oder Krieger?

Also wenn ich schonmal ein PC Spiel spiele, sind mir die Magier zu langweilig und zu langsam. Ich nehme zwar gerne einen in meiner Gruppe mit, aber bei einem Angriff ist er mir selten behilflich. Da greif ich lieber zu Schwert, Axt, Pfeil u. Bogen, wo ich das Ergebnis meines Angriffs gleich sehen kann!
Aber könnte ich mich persönlich entscheiden, welches Leben ich führen möchte, wäre mir der Krieger viel zu anstrengend. Seine einzige Waffe ist seine körperliche Kraft.
Der verschlagene Magier, der vielleicht mit List und Vorsicht seine Kräfte einsetzt, ist da schon eher etwas für mich. Auch weil ich finde das die Magie vielseitiger und kreativer ist, als das bloße Schwert, das immer dieses Schwert und immer nur auf die gleiche Art zu gebrauchen ist. Auch ein Krieger kann listig sein und vorsichtig, aber zum Schluss ist das Draufhauen seine Aufgabe, und der Angriff ist seine Verteidigung. Und was wäre ein Krieger ohne Kampf. Erst die Schlacht macht ihn zu dem was er ist.
Der Magier dagegen findet auch Aufgaben außerhalb des Schlachtfeldes. Ich könnte Pfeife rauchend im Garten sitzen und alte Bannsprüche übersetzen. (weil Lesen und Schreiben kann ich ja GsD)
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(c) 2009, by Akissi
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Alt 15.05.2008, 10:34   #9
Allanon
*Düsterling*
 
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AW: Magier oder Krieger?

Ich stütze mich ebenfalls auf meine Erfahrungen aus dem Rollenspiel.
Ich würde ohne zu zögern den Krieger wählen.
Nicht weil ich Magier nicht mag, aber Krieger sind für mich gleichbedeutend mit dem direkteren, schnökelloseren Weg. Das gilt für ihre Sprache genauso wie für die Dinge die sie tun, ist aber keinesfalls gleichbedeutend damit das sie dumm sind. Im Gegenteil, auch motorische Fähigkeiten, das exakte antrainieren von Bewegungsabläufen die Beherrschung seines Körpers sowohl im Ablauf als auch in der Dosierung des Krafteinsatzes, setzt ein hohes Maß an Inteligenz voraus.
Sie kommen mit wenigen Geheimnissen um ihrere eigene Gestalt aus. Sie haben keine Schwachstellen, durch irgendwelche Zauber oder Verbündeten, müssen keine Geheimnisse wahren und und und.
Nebenbei, haben sie meist einen Bonus was ihrer körperliche Fitness angeht, was durch das viele kämpfen und trainieren ja allzu verständlich ist.
Zauberer und Magier sind mir da etwas zu gebrechlich, die Folgen ihres Handelns oft zu undurchsichtig.

Nein, einfach ein Krieger, ein ehrliches Stück guten Stahl in den Händen und los geht es. Völker die ich bevorzugen würde, wären Nordländer oder Zwerge.

liebe Grüße

Allanon
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Alt 15.05.2008, 11:34   #10
Heryst
Magier der hohen Kunst
 
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Beiträge: 243
AW: Magier oder Krieger?

Ich finde beiden Seiten haben ihre Vor- und Nachteile.

Der Krieger hat seine Waffe, mit dem er ausgezeichnet umgehen kann und ist eine Bedrohung für jeden Sterblichen. Ein Magier, der nicht mehr in der Lage ist einen Zauber zu wirken, aus welchen Gründen auch immer, hat keine Chance gegen ihn. Verteidigen kann sich der Kämpfer sicherlich auch besser, weil er es fast schon gewohnt ist.

Der Magier hat die Magie als Waffe. Die Magie bietet wirklich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Was die Verteidigung (Schilde), und auch was den Angriff betrifft. (Feuerball, Eiswindy etc.)
Da der Magier seine Magie meist aus seinem Konzentrationsvermögen schöpft, muss er auch in Streßsituationen noch einen kühlen Kopf bewahren. In Kampfsituationen ist das sicherlich schwer zu erreichen.

Meiner Meinung hat der Magier am besten gegen Fernkämpfer eine Chance zu überleben. Zwar muss der Magier den Angreifer früh genug bemerken, aber mit einem Schild lässt sich der Pfeil sicherlich ablenken und dann muss der Schütze erst mal wieder einen Pfeil auflegen, Bogen spannen, bis dahin sollte ein gut ausgebildeter Magier schon längtst einen Spruch gewirkt haben, der den Angreifer ausschaltet.

Ich würde trotz dessen, dass ich sehr viel Sympahtie für den Magier aufbringen kann, am Ende wohl doch für den Krieger entscheiden. Er ist einfach eine Autorität. Magier neigen wirklich dazu alles von außen zu betrachten und greifen erst sehr spät ein.
Das Beste wäre natürlich könne man ein magisch begabter Schwertkämpfer sein. Das ist dann Terminator in einer Fantasy-Welt
Heryst ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 15.05.2008, 12:47   #11
Verräter
behind you
 
Benutzerbild von Verräter
 
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Beiträge: 688
AW: Magier oder Krieger?

Die meisten Entscheiden sich für die Magie, wie zu erwarten war.

Ein paar Sachen zu folgenden:
Zitat:
und ein gut ausgebildeter magier wird sicherlich stets gegen einen krieger gewinnen
und
Zitat:
Kein Feind könte sich mir in den Weg stellen, ob nun mit Kampfkust oder nich.
Wenn also Magier den Kämpfern grundsätzlich überlegen sind, wie kommt es dann dazu, dass die meisten Schlachten noch immer mit dem Schwert ausgetragen werden? Müsste ein moderner König nicht die stärken der Magie erkennen und anstelle von Kriegern, Magier in Massen trainieren? Müsste er dann nicht gegen die ganzen anderen Reiche, mit ihren unterlegenen "Kämpfern", problemlos gewinnen und innerhalb kürzester Zeit die Weltmacht an sich reißen?
Nun, aber offensichtlich hat das noch kein König bemerkt, in Welten die Teilweise mehrere Jahrtausende alt sind.
Oder?

Und nochmal direkt zu Sithoras:
Wenn sich dir als durchschnittlicher Magier niemand mehr in den Weg stellen kann, sprich du sozusagen unbesiegbar bist, erscheint das Problem, dass es viele Magier gibt. Und wenn jeder dieser Magier unbesiegbar ist, wer ist dann der bessere? Und Wer würde sie daran hindern die Weltherrschaft an sich zu reißen? Wer von den Unbesiegbaren wäre dann der Anführer?

Zitat:
Meiner Meinung hat der Magier am besten gegen Fernkämpfer eine Chance zu überleben. Zwar muss der Magier den Angreifer früh genug bemerken, aber mit einem Schild lässt sich der Pfeil sicherlich ablenken und dann muss der Schütze erst mal wieder einen Pfeil auflegen, Bogen spannen, bis dahin sollte ein gut ausgebildeter Magier schon längst einen Spruch gewirkt haben, der den Angreifer ausschaltet.
Das impliziert aber, dass jeder Magier dazu in der Lage sein muss ein magisches Schild aufzubauen und dies in der Zeit zu schaffen, die ein Pfeil benötigt, bis er vom Schützen bis zum Magier gelangt. Ich persönlich halte ein derartiges Schild, oder die Fähigkeit einen derart schnellen Gegenstand geschickt in eine andere Richtung zu lenken, für eine große Aufgabe einen schweren Zauber, der entweder mehr Zeit benötigen sollte oder der Magier kann "Instant-Zaubern", alles was er will ohne jegliche Zeitverzögerung raus hauen. Und in diesem Fall ist ein solcher Magier nicht mehr ernsthaft bezwingbar.

Ich frage mich welche Magieform die Magier hier vorziehen, denn wie Razor bereits sagte:
Zitat:
Denn Magier ist ja nicht immer Magier, will heißen: Jedes (Magie-)System ist anders
An welchem Magiesystem macht ihr eure Entscheidung fest? In welcher Welt können Magier innerhalb eines Wimpernzuckens einen Pfeil aufhalten, oder beherrschen nach ihrer Ausbildung alle Facetten der Magie? Ich persönlich bin wesentlich spezifischeres Zaubern gewöhnt, sprich dass ein Magier sich während seiner Ausbildung auf einen Teil beschränkt, wie z.b. dass er nur Schilde beschwören kann und in allen anderen Bereichen, wenn überhaupt, nur begrenzt informiert ist. Ebenso wie sich die meisten Kämpfer im laufe der Zeit auf eine oder zwei Waffen beschränken.

Zitat:
Und was wäre ein Krieger ohne Kampf. Erst die Schlacht macht ihn zu dem was er ist.
Holz hacken!
Ein unbestreitbarer Vorteil eines Kriegers gegenüber eines Magiers außerhalb des Kampfes, denn mit Sicherheit ist so ziemlich jeder Kämpfer für eine derartige Tätigkeit geeigneter als ein durchschnittlicher Magier.
Oder Schränke tragen, Häuser zusammenbauen, durch einen gefährlichen Wald rennen, Freiwild jagen...

Und was ist mit Generälen? Auf deren Schultern lasten hunderte, womöglich tausende von Soldatenleben, die sie mit einer falschen Taktik im Kampf in ihren sicheren Tod stürzen können. Es gehört schon ein wahres Genie dazu, so viele Möglichkeiten durch zu planen, im Kopf abspielen zu lassen und dann die richtige zu wählen.

Ich würde selbst Diebe als Krieger bezeichnen, auch wenn sie lediglich mit einem Dolch umgehen können, ist es immerhin eine Nahkampf Waffe. Nun, und diese stehlen geschickt den Leuten ihre Geldbeutel stehlen. Ebenso Assassinen, Auftragsmörder die geschickt selbst in stark befestigte und bewachte Festungen eindringen, jemanden töten und dann ebenso unbemerkt wieder im Nichts verschwinden.
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Ein Dolch in der Nacht ist wertvoller als Hundert Schwerter am Morgen.

~Dieser Post spiegelt meine persönliche Meinung zum angegebenen Thema, oder voran gegangenen Posts wider. Du besitzt das Recht meine Äußerungen für völligen Quatsch zu halten.~
Verräter ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 15.05.2008, 13:13   #12
Teylen
Trollfutter
 
Registriert seit: 20.01.2008
Beiträge: 441
AW: Magier oder Krieger?

Zitat:
Zitat von Verräter Beitrag anzeigen
Ich würde selbst Diebe als Krieger bezeichnen, auch wenn sie lediglich mit einem Dolch umgehen können, ist es immerhin eine Nahkampf Waffe. Nun, und diese stehlen geschickt den Leuten ihre Geldbeutel stehlen.
Na toll. Du bist gemein, Verräter. Eigentlich wollte ich hier jetzt darüber lamentieren für wie sinnlos ich diese entweder-oder-Frage halte, da sie suggeriert, dass es absolut keine anderen Optionen gäbe, was man in einer Fantasy-Welt treiben könnte, um für eine Seite in einem Konflikt zu kämpfen. Und dann hätte ich aufgeführt, dass ich zum Beispiel Dieb oder Spion als Profession (in einer Fantasy-Welt wohlgemerkt!) bevorzugen würde.

... und dann kommst du und machst meine Diebe zu Kämpfern. Ts.

Dennoch hängt die Beantwortung der Thread-Frage für mich sehr stark von Volk und Welt ab. In einer Welt mag Magier mehr Sinn machen, in einer anderen Krieger. Denn in einer Welt mag ein Magier zum Beispiel so geringe und so langsame magische Fähigkeiten haben, dass er kaum zu was gebrauchen ist. Und in einer anderen Welt sind Magier vielleicht so mächtig, dass sich ihnen nichts in den Weg stellen kann... was sie dann womöglich zu den Kriegern ihrer Welt und die einfachen Kämpfer ziemliche überflüssig macht.

Gut. Könnte ich mir Welt und Volk aussuchen, wäre ich wahrscheinlich in einer Welt mit relativ wenig Magie und sowas wie ein Mensch oder Halbelf. Und dann letztendlich wohl so etwas wie ein Dieb, Streuner oder dergleichen. Warum? Weil ich diese Art von Charakteren am interessantesten finde. Und ich denke auch diese Charaktere können etwas bewirken.
Wenn der Konflikt in der Welt wirklich sein muss und ich meinen Teil dafür leisten muss, kämen aber auch noch Alternativen in Frage. Zum Beispiel Erfinder, denn irgendwer muss ja für technischen Fortschritt in allen Bereichen sorgen. Letztendlich käme das in einer Welt ganz ohne Magie einem Magier wohl am nähesten ... oder General/Feldherr wäre auch noch eine Variante. Den Konflikt also mit taktischem und strategischem Verständnis für die eigene Seite entscheiden.

Letztendlich mag ich aber eben nicht "Krieger" oder "Magier" sagen, ohne genau zu spezifizieren was die eigentlichen Fähigkeiten und Aufgaben wären. Beziehungsweise eben von der Klischee-Vorstellung dieser Begriffe weg zu gehen und ganz andere Lösungen zu suchen. (Warum Krieger oder Magier? Warum nicht Kampfmagier? Warum nicht etwas völlig anderes?) Selbst wenn es scheint, dass ich eher zur Krieger-Seite tendiere, kann es in einer anderen Welt durchaus Sinn machen die Magier-Seite zu wählen. (In Mittelerde würde mir zum Beispiel ein Magier besser gefallen als ein Krieger. *g* In der Elenium-Saga von David Eddings wäre ich ein Dieb. Und in den Kane-Stories von Karl Edward Wagner... würde ich gar nicht sein wollen, finde aber Kane mit seinen kriegerischen UND magischen Begabungen interessant.)
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Teylen ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 15.05.2008, 13:20   #13
Razor
Nazgûl
 
Benutzerbild von Razor
 
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AW: Magier oder Krieger?

Zitat:
Wenn also Magier den Kämpfern grundsätzlich überlegen sind, wie kommt es dann dazu, dass die meisten Schlachten noch immer mit dem Schwert ausgetragen werden?
Das Rad der Zeit ist ein gutes Beispiel. Leider ist es Jahre her, dass ich da ein Buch von gelesen habe. Dort gibt es eine Klasse magiebagabter Wesen, die - ich glaube mit hilfe von Scheiben oder Siegeln - mächtige Zauber wirken können. Allerdings sind besagte Magier oder Scheiben ziemlich selten. Auf dem Schlachtfeld aber kann ein Einzelner immensen Schaden anrichten, indem er Feuer regnen lässt .Oder er ruft einen Sturm herbei, der auf dem Meer feindliche Schiffe wie Steichhölzer zerbersten lässt.

Bei DSA weiß ich durch etliche Bücher (Das zerbrochene Rad z.B., in dem auch eine epische Schlacht stattfindet) oder auch die "Schlacht in den Wolken" Kampagne, dass Magier einen großen Fokus haben und je nachdem gefürchtete Gegner darstellen oder wertvolle Brüder im Kampf sind. Sie sind es, die Dämonen beschwören, Flammenlanzen und Kugelblitze herbeizaubern und die Natur beherrschen oder schnell eine Wunde heilen können.

Nichtsdesdotrotz finde ich es spannender, wenn die Magier etwas seltenes und mysteriöses darstellen in einer Welt - vor denen man sich in Acht nehmen sollte, weil man eben nicht weiß, wozu diese in der Lage sein können.

Und natürlich, bei einem Krieger soll man auch nicht immerzu denken, dass das stupide wandelnde Fleischberge sind, die nur das Töten im Sinn haben. Verräter hat das gut aufgezählt: Eine ausgefeilte Taktik kommt nicht von ungefähr, dazu braucht man Köpfchen. Lernbereitschaft und eine gute Auffassungsgabe gehört ebenzu dazu, wenn man sich Bewegungsabläufe aneignen muss, die für den Kampf wichtig sind.

Zitat:
In welcher Welt können Magier innerhalb eines Wimpernzuckens einen Pfeil aufhalten, oder beherrschen nach ihrer Ausbildung alle Facetten der Magie?
Also alle Bereiche beherrschen das wäre ja schon göttergleich. Ich kenn das auch nur so, dass es bestimmte Zweige gibt, die man näher studiert und in denen man nach und nach besser wird. Da find ich z.B. das System von DSA wieder gut, weil es genau das aufzeigt und es eine ganze Reihe von Abzweigungen und Zauber gibt.
(Aber ich kenne ja nur DSA, von daher kann ich nicht vergleichen)

Zitat:
Ich würde selbst Diebe als Krieger bezeichnen, auch wenn sie lediglich mit einem Dolch umgehen können, ist es immerhin eine Nahkampf Waffe. Nun, und diese stehlen geschickt den Leuten ihre Geldbeutel stehlen. Ebenso Assassinen, Auftragsmörder die geschickt selbst in stark befestigte und bewachte Festungen eindringen, jemanden töten und dann ebenso unbemerkt wieder im Nichts verschwinden.
Also ich würde lieber den allgemeinen Ausdruck "magiefreien Charakter" wählen. Ein Dieb ist nicht gleichzusetzen mit einem Krieger, nur weil er gut mit dem Dolch umgehen kann. Auch ist hier die Moral anders. Ich kenn das z.B. so, dass ein Krieger tugendhaft und ehrenvoll ist, während ein Söldner nur auf's Geld aus ist, ein Dieb wiederum nicht offen in einem Schlachtfeld kämpfen würde, sich dafür aber in den dunklen Gassen durchschlägt.
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Alt 15.05.2008, 13:41   #14
Teylen
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AW: Magier oder Krieger?

Zitat:
Zitat von Razor Beitrag anzeigen
Ich kenn das z.B. so, dass ein Krieger tugendhaft und ehrenvoll ist, während ein Söldner nur auf's Geld aus ist, ein Dieb wiederum nicht offen in einem Schlachtfeld kämpfen würde, sich dafür aber in den dunklen Gassen durchschlägt.
Ich kenne das so, dass Krieger meist einen sehr eingeschränkten Satz an moralischen Vorstellungen haben ausserhalb derer sie nichts kennen und zulassen wollen. Was dann dazu führt, dass sie aus Sicht anderer bisweilen dann doch ziemlich fragwürdige Sachen tun. ... hmm... Bannstrahler bei DSA sind für mich so ein Fall und überhaupt jeder fanatische Praios-Anhänger.

Natürlich gibt es auch tugendhafte und ehrenvolle Krieger zuhauf in der Fantasy. Was ich eigentlich sagen will: Es gibt immer solche und solche (aber mehr solche als solche). Es gibt hinterhältige Krieger und ehrenhafte. Es gibt geldgierige Söldner und solche, die sich durchaus gut aussuchen auf wessen Seite sie stehen. Und es gibt rücksichtslose Diebe und (wohl fast nur in fiktiven Werken) auch Diebe, deren Gerechtigkeitssinn größer sein kann als der ihrer Umgebung.

Aber ansonsten muss ich zustimmen, dass Diebe wohl eher selten in einer offenen Schlacht zu finden sind.


Was mir in irgendeinem anderen der obigen Postings noch auffiel... Krieger sind körperlich fitter als andere? Mag sein. Aber von Leuten, die sich mit scharfen Gegenständen prügeln erwarte ich auch in jungen Jahre schon allerlei körperliche Gebrechen und Einschränkungen... besonders wenn es eine Welt ohne heilende Magie ist.
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Teylen ist offline   Mit Zitat antworten
 
Alt 15.05.2008, 13:48   #15
Nejira
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Benutzerbild von Nejira
 
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AW: Magier oder Krieger?

Ich denke, die Frage ist hier vielmehr: "Magie oder nicht Magie?"

Oder vielmehr:
"Wenn du in einer beliebigen Welt, einem beliebigen Volk angehören würdest, würdest du lieber Magie beherrschen, oder ein Leben ohne jegliche magischen Fähigkeiten fristen?"

Ich denke, ich bleibe trotzdem bei meiner vorherigen Antwort... Nicht weil ich glaube, dass Magier allmächtig wären, sondern weil mich die Möglichkeiten der Magie mehr interessieren. Ich bin keine große Kämpferin, also würde ich mich wahrscheinlich eher auf Bereiche wie Heilkunst, Entwicklung neuer Sprüche und Methoden oder der Erforschung der Magie widmen.

Zitat:
Zitat von Teylen
Gut. Könnte ich mir Welt und Volk aussuchen, wäre ich wahrscheinlich in einer Welt mit relativ wenig Magie und sowas wie ein Mensch oder Halbelf. Und dann letztendlich wohl so etwas wie ein Dieb, Streuner oder dergleichen. Warum? Weil ich diese Art von Charakteren am interessantesten finde. Und ich denke auch diese Charaktere können etwas bewirken.
Da hast du recht. Auch wenn ich in der Realität ein sehr Gerechtigkeitsliebender Mensch bin, finde ich im Bereih Fantasy die Rolle des Diebes oder Spion sehr interessant. (Sieht man ja auch an meiner Geschichte. )
Vielleicht wäre es interessant, mal einen Thread über die verschiedenen typischen Fantasy- und Rollenspiel-Charaktere aufzumachen...
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